DIE CHRONIK

Was über 175 Jahre währt, kann nur eine Erfolgsgeschichte sein. Folgerichtig haben es die Geldermann Privatsektkellerei und ihre Mitarbeiter zum führenden Anbieter in der Supérieure-Klasse gebracht. Was diesen Erfolg begründet, ist zwar nur mit hohem Zeitaufwand zu erreichen, aber schnell erzählt: die einzigartig exzellente und deshalb nahezu konkurrenzlose Qualität von Geldermann. Und diese ist vor allem dem Umstand zu verdanken, dass wir, im Gegensatz zu vielen anderen, bis heute unbeirrbar an den Werten und Überzeugungen unserer langen, in Frankreich begründeten Firmentradition festhalten.

Dabei begann alles ganz unspektakulär — mit einer Shopping Tour. Aber das erzählt Ihnen die folgende kleine Zeitreise. Bon voyage!

1838

Unsere Geschichte beginnt wie jeder große Geldermann: mit Wein

Im Jahre 1830 schickte der Rittergutsbesitzer Alwin Freiherr von Amelunxen zwei junge Bürgersöhne aus Aachen, einen gewissen William Deutz und dessen Kompagnon Peter Geldermann, nach Frankreich, um dort Wein für ihn einzukaufen.

Fasziniert von Landschaft und Lebensart der Franzosen, ließen sich die beiden Jungunternehmer alsbald im dortigen Städtchen Aÿ nieder und gründeten schließlich im Jahre 1838 ein Unternehmen, dessen Name im Laufe der Zeit in Deutschland und ganz Europa zum Inbegriff für allerfeinste Schaumweine werden sollte: die Kellerei Deutz & Geldermann.

1904

Au revoir Champagne, willkommen im Elsass

Nach den Gründersöhnen René Deutz und Alfred Geldermann übernahmen 1897 Pierre Geldermann, ein Sohn von Alfred Geldermann, und Marie Deutz die Leitung der florierenden Kellerei.

Als teure Zölle die Einfuhr nach Deutschland immer mehr erschwerten, wurde 1904 im damals zu Deutschland gehörenden elsässischen Haguenau eine Dependance der Kellerei Deutz & Geldermann gegründet. Dorthin wurden französische Grundweine importiert und ebenfalls nach dem bis heute im Hause Geldermann gepflegten traditionellen Verfahren versektet. Und bereits wenige Jahre später zählte diese Niederlassung zu den bedeutendsten Sekterzeugern auf deutschem Boden.

1925

Die endgültige Heimat: Breisach in Baden

1906 übernahm René Lallier, Ehemann von Hélène Deutz, die Geschäftsführung von Deutz & Geldermann. Als nach dem Ersten Weltkrieg das Elsass französisch und damit die Zollgrenze an den Rhein verlegt wurde, fand der deutsche Zweig des Unternehmens seinen endgültigen Standort schließlich im badischen Breisach. Nicht zuletzt wegen der über 600 Jahre alten und bereits erschlossenen, unter dem Breisacher Schlossberg gelegenen Keller, die bis heute optimale Bedingungen für die Sektreife bieten.

Die offizielle Gründung durch die Familie Lallier/Deutz erfolgte unter Federführung von Jean Lallier, dem Sohn von René Lallier, am 17. April 1925.

1947

Der Wiederaufbau

Der Zweite Weltkrieg ging auch an Deutz & Geldermann nicht spurlos vorüber und hinterließ erhebliche Schäden. In dieser schwierigen Zeit war es vor allem dem unermüdlichen Einsatz von Jean Lallier, der seit 1938 die Geschicke des Hauses lenkte, zu verdanken, dass bereits im Jahre 1947 wieder mit der Sektproduktion begonnen werden konnte.

1973

Die Ära René James Lallier

1973 übernahm René James Lallier in direkter Erbfolge die Führung der Geschäfte. Nach dem Tode von Jean Lallier 1987 wurde das Unternehmen Deutz & Geldermann 1995 rechtlich und wirtschaftlich geteilt in die Kellereien Deutz in Aÿ und Geldermann in Breisach.

René James Lallier leitete die Geschicke des Hauses bis zu seinem 70. Geburtstag.

2003

Geldermann kommt in eine neue Familie

Am 1.1.2003 wurde Geldermann von den Rotkäppchen-Mumm Sektkellereien in Deutschlands Haus aus Sekt aufgenommen. Zwar endet damit eine große Sektdynastie, doch die Tradition lebt weiter.

Fortan werden wir bei Geldermann tun, was wir schon immer getan haben: exzellenten Spitzensekt in traditioneller Flaschengärung produzieren. So ist es unser Wunsch, so will es unsere neue Familie. Und wir erlauben uns zu vermuten, dass wir damit ganz in Ihrem Sinne handeln.