So, und nur so entsteht ein Geldermann

Die herausragende Qualität eines Geldermann und wie man sie erreicht, ist ein Wissen, das wir gerne mit Ihnen teilen. Jede Flasche, die den Namen Geldermann tragen darf, hat die folgenden Herstellungsschritte durchlaufen, welche die Flaschengärung nach dem traditionellen Verfahren ausmacht. Und bei jedem Geldermann werden Sie feststellen: Der Aufwand hat sich gelohnt.


Die Cuvée

Eine Komposition von Grundweinen, die mit größter Sorgfalt ausgewählt wurden, bildet die Basis für jeden Geldermann. Chardonnay, Pinot Noire und Pineau de Loire verschiedener Lagen und Jahrgängen von Winzern, denen wir schon lange verbunden sind, vereinen sich hier zu einer harmonischen Einheit und prägen maßgeblich den Charakter des Sekts.


Die Flaschengärung

Die Cuvée wird in einzelne Flaschen gefüllt und mit einer kleinen Menge der so genannten Fülldosage versehen, die aus in Wein gelöstem Kristallzucker besteht. Bei kühlen Temperaturen und gefiltertem Licht dauert es anschließend drei Monate, bis die zugesetzte Hefe den Zucker in jeder einzelnen Flasche in zusätzlichen Alkohol und Kohlensäure verwandelt hat.


Das Reifen

Tief in den nahezu fünf Kilometer langen Kellern des Breisacher Münsterbergs und bei einer optimalen Lagertemperatur von 13 Grad Celsius reift der Rohsekt nun mindestens 24 Monate, in einigen Fällen sogar bis zu 10 Jahre auf edelster Hefe. Nur so kann der Sekt die feinen Aromastoffe der Hefe in aller Ruhe aufnehmen und in vielfältigste Geschmacksnuancen umsetzen. Gleichzeitig verbindet sich die Kohlensäure mit dem Sekt und verleiht ihm sein spritzig-elegantes Perlen.


Das Rütteln

Nach Abschluss des Reifeprozesses werden die Flaschen mit dem Kronkorken nach unten in schräg gestellte Rüttelpulte gesteckt, so dass sich der Hefesatz langsam im Flaschenhals zu einem Pfropf sammeln kann. Zusätzlich werden die Flaschen regelmäßig gerüttelt und systematisch gedreht, und zwar bis zu vier Wochen lang zweimal täglich um eine Achtel-Drehung. Zur Kontrolle wird am Flaschenboden ein Kreidestrich aufgebracht. Sichtbare Kreidereste an vielen Geldermann-Flaschen belegen diese handwerkliche Tradition.


Das Degorgieren

Nun ist die Zeit reif, den Sekt von der Hefe zu trennen. Hierzu wird der Flaschenhals kopfüber in eine minus 25 Grad Celsius kalte Solelösung getaucht, drei Zentimeter tief und exakt 16 Minuten lang. Dadurch bildet sich ein Eispfropf, der die Hefe bindet. Anschließend wird die Flasche wieder aufgerichtet, entkorkt und der Hefepfropf durch den enormen Druck von 5 bar aus der Flasche geschleudert.


Die Dosage und das Verschließen

Vor dem Verkorken wird jeder Flasche noch Zucker zugegeben, der zuvor in ausgesuchten Weinkompositionen aufgelöst wurde. Diese Dosage rundet die Geschmacksrichtung des jeweiligen Sekts ab und verleiht ihm seinen typischen Charakter, von lieblich bis herb. Zum guten Schluss wird jeder Geldermann, der übrigens während des ganzen Herstellungsverfahrens niemals seine Flasche verlässt, mit bestem Naturkork aus iberischer Korkeiche verschlossen. Der klassische Drahtverschluss sichert den Korken und eine edle Metallkapsel krönt die Flasche.


Nach der Auslieferung

Wenn es um Qualität geht, sind sogar wir ausnahmsweise bereit, uns modernster Technologie zu bedienen: Lasergravuren auf dem Flaschenhals ermöglichen die spätere Identifizierung jeder einzelnen Flasche, die unser Haus verlässt. Somit können wir unseren Sekt auch nach Auslieferung jederzeit durch stichprobenartige Einkäufe im Handel kontrollieren.

So und nicht anders entsteht unser Geldermann, mit der gleichen Sorgfalt und Hingabe wie zu den Gründerzeiten in Frankreich. Das sind wir allen anspruchsvollen Genießern schuldig. Und natürlich auch uns selbst.

Abfüllung der Cuvée
Lagerung der Flaschen in einem alten Kellergewölbe
Flaschen im Rüttelpult
Flaschen hängen kopfüber an einer Produktionsschiene
Frisch mit Naturkork verschlossene Flaschen
Der Geldermann in einem exklusiven Verkaufsraum